Was Sie über Geburtstafeln wissen müssen

Für frischgebackene Eltern gibt es kaum ein schöneres Geschenk als eine Geburtstafel, die mit dem Namen und dem Geburtsdatum des Neugeborenen beschriftet ist. In den meisten Regionen der Schweiz ist es nach wie vor Brauch, die Nachbarschaft mittels einer Geburtstafel über die Ankunft des neuen Erdenbürgers zu informieren. Egal, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt: Wenn die Mutter des Kindes eine hübsch gestaltete Geburtstafel überreicht bekommt, fliessen nicht selten Tränen der Freude.

Auf geburtstafeln.org finden Sie Geburtstafeln in fast allen erdenklichen Variationen. Tiermotive sind auf unserer Webseite ebenso verfügbar wie Sport- und Piratenmotive. Natürlich darf auch der altbekannte Klapperstorch nicht fehlen – schliesslich ist er es, der den Nachwuchs beschützt und wohlbehalten zu seinen Eltern bringt. Nachfolgend finden Sie einige interessante Informationen rund um das Thema „Geburtstafeln“.

Welche Arten von Geburtstafeln gibt es?

Die weitaus meisten Geburtstafeln, die heutzutage erhältlich sind, verfügen entweder über ein separates oder über ein integriertes Namensschild. Jede der genannten Varianten hat ihre eigenen Vorzüge. Geburtstafeln mit integriertem Namensschild sind normalerweise sehr robust und einfacher zu transportieren, da alle Komponenten fest miteinander verbunden sind. Freilich trifft dies auch auf Geburtstafeln mit separaten Namensschildern zu: Man muss schon viel Kraft aufwenden, um eine solche Tafel zu beschädigen. Die auf geburtstafeln.org angebotenen Geburtstafeln werden aus mitteldichten Faserplatten (MDF) hergestellt und zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus – Sie können sich daher guten Gewissens für eine Tafel mit separatem Schild entscheiden, wenn Ihnen diese Ausführung mehr zusagt.

Geburtstafeln, bei denen sowohl der Name als auch das Geburtsdatum auf derselben Fläche wie das Motiv aufgedruckt ist, sind auf dem Markt so gut wie überhaupt nicht verfügbar. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich, dass solche Tafeln weniger auffällig sind als solche, die ein integriertes oder separates Namensschild besitzen. Zudem können rechteckige Tafeln im Dunkeln leicht mit Hinweisschildern verwechselt werden. Autofahrer, die an einem mit einer solchen Geburtstafel geschmückten Baum vorbeifahren, nehmen diese in der Regel kaum wahr. Es ist daher kein Wunder, dass sich so gut wie alle Käufer von Geburtstafeln für ein Exemplar mit Namensschild entscheiden.

Geburtstafeln mit integriertem Schild wirken manchmal etwas pfiffiger, da die Namenstafel von dem gewählten Motiv „festgehalten“ wird – zum Beispiel bei Tafeln mit Tiermotiven. Einige unserer Tafeln sind so gestaltet, dass das Baby, verkleidet als Pirat oder Fussballer, auf dem Namensschild sitzt oder steht – ein toller optischer Effekt. Doch auch Geburtstafeln mit separatem Schild haben ihren Reiz: Der Name und das Geburtsdatum sind sofort zu erkennen und gut lesbar. Es gibt eine klare Abgrenzung zum Motiv, was bei Tafeln mit integriertem Namensschild nicht immer der Fall ist. Für welche der beiden Varianten Sie sich entscheiden, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Stabil und wetterfest sind alle unsere Tafeln – Sie treffen also in jedem Fall eine gute Wahl.

Desco da Parto: Der Vorläufer der Geburtstafeln

Geburtstafeln werden seit Jahrhunderten dazu verwendet, um die Geburt eines Babys zu verkünden. Bereits im Zeitalter der Renaissance (ca. 1400 bis 1600) war es im heutigen Italien üblich, Frauen nach einer erfolgreichen Geburt eine bemalte Tafel („Desco da Parto“) zu überreichen. Dieses Geschenk hatte einen hohen symbolischen und ideellen Wert. Freilich konnte es sich im 15. und 16. Jahrhundert nicht jedermann leisten, eine Geburtstafel zu verschenken: Eine solche Tafel von einem bekannten Maler fertigen zu lassen, verschlang zur damaligen Zeit eine beträchtliche Geldsumme. Aufwendig gestaltete Geburtstafeln wurden daher vor allem von reichen Kaufmannsfamilien und Adeligen an frisch gebackene Mütter verschenkt. Weniger gut Betuchte bemalten die Tafeln entweder selbst oder wandten sich an jemanden, der über das nötige Talent verfügte und den Auftrag für ein bescheidenes Honorar ausführte.

In den Geschichtsbüchern finden bemalte Geburtstafeln ab dem Jahr 1370 Erwähnung. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Tafeln gerade in dieser Epoche populär wurden: In der Vorgängergeneration hatte die Pest Millionen von Europäern dahingerafft, sodass den Menschen die Vergänglichkeit des Lebens auf eine brutale Weise vor Augen geführt wurde. Eine Geburtstafel galt deshalb als lebensbejahendes Symbol und fungierte zugleich als Glücksbringer. Der italienische Staatsmann Lorenzo De Medici (1449 – 1492) aus der einflussreichen Medici-Dynastie bewahrte die Geburtstafel, die sein Vater nach der Geburt an seine Mutter übergeben hatte, bis zu seinem Tod in seinen privaten Gemächern auf – dies ist ein Hinweis darauf, welch grosse Bedeutung Geburtstafeln zur Zeit der Renaissance für die Menschen hatten.

Wer heute eine Geburtstafel aus dem 15. oder 16. Jahrhundert erwerben möchte, die sich in einem vorzeigbaren Zustand befindet, muss tief in die Tasche greifen. Im Jahr 2009 versteigerte das Berner Auktionshaus Dobiaschofsky ein seltenes florentinisches Desco da Parto, das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt. Die Geburtstafel zeigt auf der Vorderseite einen Liebesgarten, während auf der Rückseite ein Knabe mit einer Gans zu sehen ist. Die Tafel wurde im Vorfeld der Auktion auf einen Wert von sage und schreibe 90’000 Franken taxiert. Der genaue Endpreis ist nicht bekannt – es ist jedoch anzunehmen, dass der genannte Betrag deutlich überschritten wurde. Der Grund hierfür ist, dass es weltweit nur noch etwa 60 original florentinische Geburtstafeln gibt.

Was kosten Geburtstafeln?

Wenn es darum geht, ein schönes Geschenk für die Eltern eines gerade auf die Welt gekommenen Säuglings zu finden, spielt Geld normalerweise eine eher untergeordnete Rolle. Gleichwohl ist es auch bei Geburtstafeln durchaus angebracht, einen Blick auf die Preise zu werfen. Um es gleich vorwegzunehmen: Geburtstafeln kosten nicht die Welt. Es gibt eine Vielzahl von Präsenten, die erheblich teurer sind und den Eltern weitaus weniger Freude bereiten. Letztendlich sind Geburtstafeln immer eine individuelle Anfertigung, sodass es nicht möglich ist, einen „Standardpreis“ zu nennen.

Die genaue Endsumme hängt von einer Reihe von Faktoren ab – beispielsweise von den verwendeten Materialien (Acrylfarben, Witterungsschutzlack etc.) und der investierten Arbeitszeit. Auch die Grösse und das gewählte Motiv spielen bei der Festsetzung des Preises eine Rolle. Entscheidet man sich für ein weniger aufwendiges Sujet, liegen die Kosten üblicherweise bei ca. 100 bis 120 Franken. Grosse Tafeln mit vielen grafischen Details können aber durchaus 150 Franken oder mehr kosten. Einige Hersteller von Geburtstafeln räumen ihren Kunden die Möglichkeit ein, die erworbene Tafel eigenhändig zu beschriften – in diesem Fall wird in der Regel ein Preisnachlass von 20 bis 30 Franken gewährt.